Auf dem Dach Afrikas: Die faszinierende Kilimanjaro-Besteigung

Der Kilimanjaro ist der höchste Berg in Afrika, seine Besteigung ist ein echtes Abenteuer. Deswegen stellt das Erklimmen für viele Bergsteiger einen lang gehegten Traum dar. Zwar ist der Aufstieg technisch nicht so anspruchsvoll wie bei ähnlich hohen Gipfeln, dafür bedarf es einer guten Planung und Vorbereitung. So erreicht jeder Wanderer nach einigen Tagen den Berggipfel und wird dafür mit atemberaubenden Ausblicken belohnt.

Elefanten grasen, der Kilimanjaro im Hintergrund
Elefanten grasen, der Kilimanjaro vernebelt im Hintergrund

Daten und Fakten rund um den Kilimanjaro

Beim Kilimanjaro handelt es sich um ein gewaltiges Massiv, mit einer Länge von 80 Kilometern und einer Breite von 60 Kilometern. Der Kili ist der höchste freistehende Berg auf dieser Welt mit insgesamt drei Gipfeln, wobei der Uhuru Peak mit seinen 5.895 Metern die beiden anderen überragt. Der erloschene Vulkan befindet sich im Nordosten des ostafrikanischen Landes Tansania, in einer Entfernung von etwa 350 Kilometern zum Äquator. In der Nähe liegt ein Flughafen, sodass die Anreise schnell und einfach möglich ist. Seit dem Jahr 1987 gehört das Kilimanjaro Massiv zum Weltnaturerbe der UNESCO. Außerdem zählt es zu den Seven Summits, so werden die höchsten Berge auf den sieben Kontinenten dieser Welt bezeichnet. Generell ist für die Besteigung nicht viel Erfahrung als Bergsteiger erforderlich, ebenso wenig wie eine Kletterausrüstung. Jedoch sollte ein gewisses Fitnesslevel vorhanden sein, da die diversen Routen einige Tage dauern. Bedingt durch das heiße Klima der Zone und viele Jahre ohne nennenswerte Niederschläge beschleunigt sich gegenwärtig der Rückgang der Gletscher. Wer den Kili in seiner ganzen Pracht erleben möchte, sollte deswegen bald die Besteigung in Angriff nehmen.

Video: Der Kilimanjaro im Porträt

Länge: 13 Minuten

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Passende Route für die erfolgreiche Besteigung des Kilimanjaro planen

Damit die Besteigung des Kilimanjaro zum Erfolg wird, ist eine ausführliche Planung entscheidend. Zwar erreichen die meisten Bergsteiger den Gipfel, aber ein gewisser Prozentsatz kehrt wieder um. Aus diesem Grund bietet sich die Teilnahme an einer geführten Tour mit einem professionellen Guide an. So lässt sich die Kilimanjaro-Besteigung entweder in kleinen Gruppen oder maßgeschneidert auf eine private Weise umsetzen. Dank der jahrelangen Erfahrungswerte ist den Teilnehmern eine detaillierte Planung und optimale Vorbereitung garantiert. Darüber hinaus passen sich die Bergführer stets an die individuellen Anforderungen der Teilnehmer an. Dazu führen Träger das notwendige Equipment für den Berg mit, sodass dieses nicht extra gekauft oder mitgebracht werden muss.

Konkrete Routen, um den Kilimanjaro zu besteigen

Um den Kilimanjaro zu erklimmen, stehen Aspiranten die folgenden Routen zur Auswahl:

  • Marangu Route
  • Rongai Route
  • Lemosho Route
  • Machame Route
  • Umbwe Route
  • Nothern Circuit Route

Die Routen unterscheiden sich erheblich voneinander, sowohl bei der Länge als auch beim Schwierigkeitsgrad. Für Einsteiger ist die Lemosho oder Machame Route zu empfehlen. Bedingt durch das flachere Gelände und die abwechslungsreiche Landschaft erhöhen sich deutlich die Chancen, das Gipfelglück auf dem Kilimanjaro zu erleben.

  • Marangu Route
    Bei der etablierten Marangu Route handelt es sich um den einzigen Aufstieg mit Übernachtungen in Hütten anstatt in Zelten. Dabei sind Hin- und Rückweg identisch, sodass die Teilnehmer viel weniger von den wunderschönen Landschaften der Gegend sehen. Außerdem ist es die kürzeste Tour zum Gipfel des Kilimanjaro und dauert nur 5 bis 6 Tage. Dafür ist die Route relativ steil und deswegen anspruchsvoll. Dazu kann sich der Körper in dem kurzen Zeitraum nicht besonders gut an die extremen Höhenunterschiede gewöhnen. Aus diesem Grund erhöht sich die Gefahr an der Höhenkrankheit zu leiden.
  • Rongai Route
    Die Rongai Route ist ein Geheimtipp unter den Aufstiegen und deshalb nicht so überlaufen. Dabei ist eine Überschreitung der Gipfel möglich. Sie startet auf der Nordseite des Kilimanjaro und nähert sich dem Gipfel von Osten aus. Die Teilnehmer erwartet unberührte Wildnis, außerdem unterscheiden sich der Hin- und Rückweg. Die Dauer beträgt etwa 6 bis 8 Tage, sodass eine bessere Akklimatisierung möglich ist.
  • Lemosho Route
    Die Lemosho Route ist landschaftlich extrem reizvoll und sehr abwechslungsreich. Sie beginnt an der Westseite des Berges und ist recht lang, deswegen entscheiden sich nur wenige Wanderer dafür. Dafür punktet die Tour mit der höchsten Erfolgsquote, da durch ihre Länge eine optimale Akklimatisierung am Berg erfolgt. Ihre Dauer beträgt 7 bis 8 Tage.
  • Machame Route
    Die Machame Route startet auf der Südseite des Kilimanjaro und nähert sich dem Gipfel vom Westen aus. Da sie durch fünf Klimazonen führt, gehört sie zu den reizvollsten Touren und bietet atemberaubende Einblicke in die Landschaften des Massivs. Dabei geht es durch den Regenwald und es zeigen sich eindrucksvolle Aussichten auf die südliche Seite der Gletscher. Jedoch sind an der Great Barranco Wall schwindelfreie und trittsichere Eigenschaften gefragt. Die Tour führt zwar auf Teilen der Lemosho Route entlang, allerdings ist sie deutlich anspruchsvoller. Da der Anstieg kontinuierlich nach oben geht, ist sie recht anstrengend und in 6 bis 7 Tagen zu schaffen.
  • Umbwe Route
    Die Umbwe Route ist eine extrem herausfordernde Tour, an die sich nur sehr gut trainierte und abenteuerliche Bergsteiger wagen sollten. Sie ist zwar kürzer, aber dafür viel steiler. Die Route beginnt auf der Südseite des Kilimandscharo und führt geradewegs auf dem Grat zum Gipfel hinauf. Deswegen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, an der Höhenkrankheit zu leiden.
  • Northern Circuit Route
    Northern Circuit Route eignet sich ideal für Individualisten und gestattet alle Einblicke in den Krater des Vulkans. Sie bietet den Teilnehmern das komplette Erlebnis in Bezug auf die Lebensräume des Massivs sowie traumhafte Ausblicke auf den Berg von allen Seiten. Da es die längste Route ist, beläuft sich die Dauer auf 9 bis 10 Tage. Bedingt durch die sanfteren Steigungen ist eine gute Akklimatisierung möglich. Außerdem sind dort nur wenige Wanderer unterwegs.

Beste Reisezeit für die Besteigung des Kilimanjaro

In Ostafrika herrschen tropische Wetterlagen, welche von Regenzeiten durchzogen sind. Bedingt durch dieses Klima eignen sich die Monate Juni bis Oktober sowie Mitte Dezember bis Anfang März als beste Reisezeiten, um den Kilimanjaro zu besteigen. Ideale Bedingungen für Bergsteiger gibt es normalerweise in diesen Trockenzeiten. Dabei gelten die Monate von Juni bis Oktober als eine eher kühle Trockenzeit. Von Oktober bis Anfang Dezember stellt sich der Nordost-Monsun Kazkazi ein, welcher für eine kleine Regenzeit mit zahlreichen Regenschauern und Gewittern verantwortlich ist. Dann bringt der Südost-Monsun Kuzi von Mitte März bis Ende Mai die große Regenzeit, in der sich heftige Regenfälle ereignen. Deswegen verwandelt sich der Erboden in vielen Orten zu Matsch und Sumpf, sodass sich der Aufstieg extrem schwierig und risikoreich gestaltet.

Video: Die Besteitung des Kilimanjaro

Länge: 14 Minuten

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Video: Kritische Stimmen zum Berg

Länge: 30 Minuten

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Fazit

Im Prinzip ist der Aufstieg auf den Kilimanjaro das ganze Jahr über möglich, aber nicht unbedingt zu empfehlen. Mit einer umfassenden Planung und Vorbereitung sowie mit einem versierten Guide erreichen trainierte Wanderer garantiert das Dach Afrikas.

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