Motorrad-Touren in Norddeutschland

Die 5 schönsten Motorrad-Touren in Norddeutschland

Norddeutschland wird bei Motorradfahrern in den letzten Jahren immer beliebter. Dies liegt nicht nur an den beeindruckenden Naturschauspielen, der Weite des Meeres oder der wunderschönen Landschaft. Das Cruisen entlang der Nordsee gilt beispielsweise als ein besonderer Fahrspaß. Viele Regionen bieten nicht nur endlose Weite, sondern auch zahlreiche Kurven. So kommt jeder auf einer Motorradfahrt durch den Norden Deutschlands auf seinen Geschmack.

Strecke 1: Ostseefeeling pur genießen

Es gehört zu den ganz besonderen Erfahrungen, die Ostseeküste mit dem Motorrad zu entdecken. Zum einen weht einem immer ein frischer Wind um die Nase, zu anderen erlebt man Abenteuer und hat eine Menge Spaß. Ein flaches Gelände und sanfte Hügel prägen die Region.

  1. In Lübeck lässt es sich gut starten. Wer möchte, kann einen Tag in der Stadt des Marzipans verbringen und die Sehenswürdigkeiten der Hansestadt genießen.
  2. Auf der Strecke nach Timmendorfer Strand kommt Ostseefeeling auf. Lassen Wetter und Wassertemperatur es zu, dann kann man auch zwischendurch einen Sprung in die Ostsee wagen.
  3. Auf einer Strecke mit fantastischen Ausblicken zurück auf die Lübecker Bucht gelangt man nach Travemünde. Im Fischereihafen kann man seinen Hunger mit einem frischen Fischbrötchen stillen, die dort an zahlreichen Ständen angeboten werden. Interessant ist auch eine Führung über die historische Viermastbark Passat und die Besichtigung eines alten Leuchtturms, der aus dem Jahr 1539 stammt. Er ist auf acht Etagen zu einem maritimen Museum umgebaut worden und von einer Rundum-Galerie hat man einen fantastischen Ausblick auf die Schiffe in der Travemündung.

In der Region hat man die Möglichkeit, in zahlreichen Biker-Hotels abzusteigen oder eines der First-Class-Hotels zu nutzen, die die Stadt zu bieten hat.

 

Strecke 2: Die Flachküste wird zur Steilküste

  1. Aus der Region Lübeck kommend, trifft man bei einer Motorradfahrt entlang der Ostseeküste auf das Ostseebad Boltenhagen. Der Ort verfügt über einen vier Kilometer langen Sandstrand sowie eine außergewöhnliche Landschaft. Die Flachküste wird zu einer Steilküste, die bis zu einer Höhe von 35 Metern ansteigt. Diese ist bereits in der Eiszeit entstanden und besteht aus Kreide, Lehm, Blauton und weiteren Geröllschichten.
  2. Über Tarnewitz, Oberhof und Wohlenberg gelangt man in die Wismarbucht.
  3. Ein interessanter Stopp ist sicherlich die kleine Insel Poel. Sie ist nur rund 36 Quadratkilometer groß und liegt direkt in der Ostsee. Die Insel ist über einen Damm mit dem Festland verbunden, daher ist eine Anreise mit dem Motorrad unkompliziert. Das Wahrzeichen Poels, eine Inselkirche im romanisch-gotischen Stil, ist mit ihrem 47 Meter hohen Turm schon von Weitem sichtbar.
  4. Folgt man der Küstenstrecke weiter, gelangt man schon nach wenigen Kilometern in die Stadt Wismar. Seit dem Jahr 2002 gehört die Hansestadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zu den besonderen Anziehungspunkten gehört sicherlich der Marktplatz. Er ist quadratisch und gehört zu einem der größten in Norddeutschland. An den Heringstagen wird frischer Hering vom Hafen auf den Marktplatz gebracht. Dort wird er zubereitet und den Besuchern zum Probieren angeboten.

Strecke 3: Kiel - die Hauptstadt direkt an der Küste

  1. Die Großstadt Kiel an der Küste Schleswig-Holsteins strahlt viel maritimes Flair aus. Die Hauptstadt des Bundeslandes hat einiges zu bieten und lässt sich am besten mit einem Cafe racer erkunden. Im Juni können Biker, die von Kiel aus mit ihrer Motorradtour starten, ein großes Spektakel erleben. Die weltweit größte Segelveranstaltung, die Kieler Woche, eins der größten Volksfeste startet dann in der Stadt.
  2. Wer über die Holtenauer Hochbrücke weiterfährt, der wird mit einem sensationellen Ausblick auf die Schleusenanlage belohnt. Sie liegt zwischen dem Nord-Ostsee-Kanal und der Ostsee.
  3. Biker sollten dann kurz nach der Brücke die Stadtautobahn verlassen und an den Schleusenanlagen weiter zum Thiessenkai fahren. Dort kann man in ein nettes Café einkehren, von wo aus man einen fantastischen Blick auf alte Segelschoner und die großen Schleusentore hat.
  4. Verlässt man Kiel, dann sollten Biker nun die Nebenstrecke in Richtung Eckernförde nutzen. Die Fahrtstrecke geht an der Küstenlinie entlang und bietet fantastische Blicke auf die Steilküste.
  5. Der beste Aussichtspunkt für einen kurzen Halt ist in Noer.
  6. In der 700 Jahre alten Hafenstadt Eckernförde ist es sinnvoll, die Tour zu unterbrechen, denn die malerische Altstadt und der Strand haben einiges zu bieten. Im romantischen Hafen gibt es die Möglichkeit, regionale Spezialitäten und frische Fischbrötchen zu kosten.

Strecke 4: Die Strecke der Kurven

  1. Die Nebenstrecke entlang der Eckernförder Bucht in Richtung Waabs folgt den Rundungen der Landschaft und erfreut sich bei Bikern großer Beliebtheit. Hier trifft man auf Kurven in Hülle und Fülle und kann sich so richtig austoben.
  2. Ein Stopp im Herzen von "Schwansen" ist zu empfehlen. Eine für ihren Liebreiz bekannte Landschaft, in der man zahlreiche historische Güter besichtigen kann.
  3. Die Schleifähre Arnis stellt die Verbindung zwischen den Landschaften Schwansen und Angeln her. Möchte man nicht die ganze Schlei bis hoch nach Schleswig umrunden, dann hat man hier die Gelegenheit zur Abkürzung. Die Motorfähre mit Seilantrieb fährt in der Saison im 5-Minuten-Takt. Außerhalb der Hauptreisezeiten kann sie bei Bedarf angefordert werden, so kann man unproblematisch auf die gegenüberliegende Seite gelangen.
  4. Zwischen Arnis und Lindaunis führt ebenfalls eine sehr kurvenreiche Strecke direkt an der Schlei entlang. Dem Biker eröffnen sich hier spektakuläre Ausblicke auf eine der schönsten Landschaften Norddeutschlands.
  5. Geht die Fahrt weiter Richtung Missunde, dann kommt man an einer sehenswerten Klappbrücke vorbei. Zu den beliebten Treffpunkten bei Motorradfahrern zählt das Missunder Fährhaus. Hier kann eine Pause eingelegt und sich mit Bikern vieler Nationalitäten ausgetauscht werden. Vielleicht gibt es dann sogar die Möglichkeit einige Strecken in der Gemeinschaft zurückzulegen.

Strecke 5: Schleswig und die Wikinger

  1. Mit der Fähre geht die Fahrt dann Richtung Schleswig weiter. Im historischen Wikingerdorf Haithabu lässt es sich gut etwas die Beine vertreten. Wer Interesse an der Entstehungsgeschichte hat, der kann eine Wikingersiedlung mit ihren Wallanlagen ansehen.
  2. Nach einer kurzen Weiterfahrt gelangt man zum Schloss Gottorf. Hier befinden sich zahlreiche berühmte Moorleichen, die auch besichtigt werden können.
  3. Kurze Zeit später verändert sich die Gegend erheblich. Die hügelige Landschaft verschwindet immer mehr und plötzlich findet man sich im flachen Marschland wieder.
  4. Husum, die "graue Stadt am Meer" wurde durch Theodor Storm bekannt. Heute ist sie mit ihren bunten und farbenfrohen Häuserfassaden sehr attraktiv. Wer nach der Fahrt noch Lust auf eine Stärkung hat, der kann sich an den vielen Fischbuden ein Krabbenbrötchen gönnen.
  5. Später gelangt man über einen Damm auf die Insel Nordstrand. Sie gehört zu den nordfriesischen Inseln und ist bekannt für Ruhe und Abgeschiedenheit. Hier sollte eine Übernachtung eingeplant werden, denn auf Nordstrand lässt man den Tag mit dem Nationalgetränk "Pharisäer" gerne ausklingen. Das Getränk ist eine Mischung aus Kaffee und Rum und verhindert eine Weiterfahrt.
  6. Die Kurvendichte auf den aktuellen Strecken bietet Bikern einen hohen Spaßfaktor. Wer noch Zeit und Lust hat, der sollte einen Abstecher zum alten Kanaltunnel nach Rendsburg machen. Er ist allemal einen Besuch wert, diente er lange Zeit vor Fertigstellung der Autobahn als wichtigste Querung des Nord-Ostsee-Kanals.

Videos zu Motorradtouren durch Norddeutschland

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