Sri Lanka Reisen - Urlaub auf der Insel Ceylon.

Einige wichtige Reiseinformationen für die Insel Sri Lanka 

Deutsche, Österreicher, Schweizer und Skandinavier benötigen für die Einreise nur einen gültigen Reisepass, welcher nach der Ausreise noch mindestens 6 Monate Gültigkeit besitzen muß. Ein Sichtvermerk bei der Zollkontrolle ermöglicht einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen. Danach kann um 4 Wochen bis zu einem halben Jahr verlängert werden. Allerdings werden im Ausland nur in Ausnahmefällen Visa ausgestellt, die verlängerung hingegen verläuft zügig und problemlos.
Falls Reisende aus einem Gelbfiebergebiet einreisen,, benötigen sie eine Bestätigung über eine Gelbfieber-Schutzimpfung, zusätzlich sollte die Malaria-Prophylaxe nicht vergessen werden.

Die Geographie der Insel Sri Lanka

Die Insel Ceylon, welche heute Sri Lanka heißt, liegt im Indischen Ozean am Südende des Indischen Subkontinents. Nur 36 km trennt die Insel an der engsten Stelle von dem Festland.
Sandbänke, Riffe und kleine Inseln - werden heute Adamsbridge genannt - sind die ehemals vorhandene Landverbindung mit Indien.
Sri Lanka erstreckt sich über eine Gesamtfäche von ca. 65.600 qkm mit einer Länge von ca. 430 km und einer Breite von ca. 225 km.
Auf der Insel gibt es ein Gebirge, welches sich in drei Stufen gliedert: Das Mittelgebirge im Norden erreicht Höhen von 500 - 1000 m, dass innere Gebirgsland erreicht eine Höhe von bis zu 2000m und wird noch von den Gipfeln des Adams Peak (2.240m) und des Pidurutalagala (2.530m) überragt. Diese gipfel wirken als Wetterscheide.
Das Tiefland befindet sich insbesondere im Norden und Südosten der Insel. Der Südwesten der Insel ist eine sehr feuchte Region, mit 7 niederschlagsreichen Monaten befindet sich hier der immergrüne Regenwald, ebenso wie das zentrale Bergland mit Teeanbaugebieten und Nebelwald.
Die trockene bzw. wechselfeuchte Zone liegt im Norden und Osten der Insel.

Das Wetter auf der Insel Sri Lanka

Sri Lanka liegt in der Nähe des Äquators, daher herrscht auf der Insel ein tropisches Monsumklimamit Durchschnittstemperaturen von 30°C im Winter und 35°C im Sommer und einer sehr hohen Luftfeuhtigkeit,  welche durchaus 90% erreichen kann. In den bergen sind die Temperaturen deutlich niedriger und somit ist das Klima doch angenehmer. In den Monaten März und April steht die Sonne senkrecht über der Insel und somit sind diese Monate die heißesten. Von Mai bis August wird hauptsächlich der Südwesten Sri Lankas vom Monsum erfasst.
Im Dezember und Januar wird der Nordosten vom Nord-Ost-Monsum erfasst und von Niederschlägen heimgesucht, allerdings ist der Hauptniederschlag wesentlich geringer als bei dem Süd-West-Monsum.
Das nördliche Flachland und ser Südosten ist im Gegensatz zu den Bergregionen steppenartig trocken.

Die Geschichte der Insel Sri Lanka

Es gibt über die Insel Sri Lanka bisher nur Legenden, welche besagen, dass die Ureinwohner Sri Lankas von Dämonen abstammen.
Auf der Insel sollen drei verschiedene Gruppen gelebt haben: die Nagas, die Yakshas und die Rakshas.
543 v. Chr. beginnt eigentlich erst die sichere Geschichte der kleinen Insel. In diesem Jahr landete der nordindische Prinz Vijaya mit 700 Gefolgsleuten auf Sri Lanka. Vijayas Urahn, ein König von Bengalen, hatte eine Tochter, welche ein Liebesverhältnis mit dem König der Tiere -einem Löwen- einging. Aufgrund der vererbten Löwentatzen nannte sie ihren Sohn Sinhabahu. Sinhabahu ermordete seinen Vater und eroberte sich so den Thron.
Sein Lieblingssohn war Vijaya, der Stammvater der Singhalesen, welcher jedoch aufgrund seines Benehmens aus Indien verbannt wurde. Hier wird deutlich, warum das Löwensymbol überall zu finden ist - die Singhalesen werden auch Löwensöhne genannt und tragen diesen Namen mit Stolz.
Als Vijaya und sein Gefolge auf Sri Lanka  landeten, nannten sie die Insel erst Tambapanni ("kupferfarbene Hand") aufgrund der Farbe der Erde. Die Yakshas, welche die Ureinwohner der Insel waren, drängten sie zurück in das Innere der Insel.
Die heutigen Veddas gelten als die Nachfahren der Yakshas. Sie behielten lange Zeit in sicherer Abgeschiedenheit ihre ursprüngliche Kultur bei.
Vijaya heiratete eine Prinzessin aus Südindien und auch Vijayas Gefolgsleute holten sich ihre Frauen aus Südindien. Ab dieser Zeit regierten 180 Generationen ceylonischer Könige mehr als 2000 Jahre lang ununterbrochen auf der Insel und so entstanden die wunderschönen, prächtigen Paläste.
In den Jahren 400 v.Chr. bis 1000 n. Chr. war die Königsstadt Anuradhapura auch Hauptstadt der Insel. König Tissa bekehrte sich zum Buddhismus und zog die Religionsform auf Sri Lanka ein.Während des Buddhismusses erfuhr die Insel ihren Höhepunkt in der Baukunst und in dem bereich der bildenden Künste. Heute noch können Besucher Ruinen aus der Zeit besichtigen.
Mehrere Tamilenangriffe zwangen die Bewohner Anuradhapuras zur Aufgabe ihrer Hauptstadt und die weiter im Landesinneren liegende Stadt Polonnaruwa wurde von 1000-1234 zur neuen Hauptstadt. Durch weitere Angriffe der Tamilen und auch innere Kämpfe um die Thronfolge zerfiel das altsinghalesische Königreich.
1505 erreichten die Portugieser als erste Europäer Sri Lanka und trafen auf drei Königreiche -Kotte, Kandy und Jaffna. Die an der Südwestküste angesiedelten Araber wurden von der Seefahrernation aus dem Handel mit Zimt und Edelsteinen verdrängt und die friedliche Allianz mit den drei Königen des Reiches machte es möglich das die Portugiesen vorerst einenTeil des Küstengebietes in Beschlag nehmen konnten. Mit den Portugiesen kam auch die Verbreitung des Christentums.
1658 beendeten die Holländer die portugiesische Vorherrschaft auf der Insel und behielten diese bis 1796 bei. Die Vereinigte Indische Companie sicherte sich im Anschluss das Handelsmonopol und kontrollierte fortan die Küste mit einem einträglichen Zimthandel. Die English East India Company war allerdings ebenfalls an diesem Geschäft interessiert und nutzte die europäische Krisensituation um die holländischen Häfen auf Sri Lanka zu besetzen. So erfolgte 1796 die Übernahme der Insel durch die Engländer, welche relativ friedlich verlief. 1802 wurde Sri Lanka zur britischen Kronkolonie, allerdings behielt die Company weiterhin die Vorherrschaft über den Zimthandel.
Die Endländer wollten die gesamte Insel beherrschen und nicht nur die Küstenregion und so starteten sie die Übernahme des Berglandes Kandy, welches ihnen nach dem dritten Versuch 1815 gelang. Der letzte singhalesische König wurde gefangen genommen und nach Indien ins Exil geschickt. Die traditionellen prächtigen Besitzverhältnisse wurden aufgelöst und somit wurden Arbeitskräfte frei, welche von den Engländern in den Plantagen eingesetzt wurden.
Zunächst wurde in den Hochplantagen Kaffee angebaut, doch nach der Kaffeepest von 1870 bis 1880 wurde dieser Anbau wieder aufgegeben und stat dessen wurde Tee angebaut. Für den Tee ist Sri Lanka heute noch berühmt. Zusätzlich bauten die Engländer Kautschuk an, welches bisher ein brasilianisches Monopol war.
Englische Kolonialisten bauten Straßen- und Eisenbahnnetze, Schulen und brachten die europäische Bildung in das Land.
Durch die Bildung war es den Menschen nun möglich, sich Zugang zur Regierung zu verschaffen und so wurde 1931 das allgemeine Wahlrecht eingeführt.Die englische Herrschaft dauerte bis nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. 1947 gabe die Engländer der Befreiungsbewegung nach und führten erste Wahlen zum Repräsentantenhaus durch. Im Februar 1948 wurde Sri Lanka ein unabhängiges Mitglied des Commonwealth of Nations, trug damals allerdings noch den Namen Ceylon.
Im Mai 1972 wurde auf der Insel die Republik ausgerufen und der historische Name Sri Lanka wieder eingeführt.
Eine dramatische Flutkatastrophe erreichte Sri Lanka am 26. Dezember 2004, nachdem es kurz zuvor zu einem Seebeben kam wurden viele Inseln des Indischen Ozeans von einem damit verbundenen  Tsunami heimgesucht.

Die Wirtschaftslage der Insel Sri Lanka

Die wichtigsten Exportwaren Sri Lankas sind Tee, Edelsteine, Kokosnussprodukte, Textilien und Bekleidung. Nachdem  auf Sri Lanka der Waffenstillstand eingetreten ist, hat sich auch mehr und mehr der Tourismus ausgebreitet. Die weitere Entwicklung dieser Wirtschaftsform ist nach der verheerenden Flutkatastrophe vom 26. Dezember 2004 ungewiss.


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