Brasilien, das Reiseland der Träume, tropische Strände, wilder Amazonas-Regenwald, Rio de Janeiro. Brasilien ist in Südamerika das bevölkerungsreichste Land, das beliebeste Ferienziel Südamerikas und zugleich das Land mit den größten Naturschätzen, Bodenschätzen und der größten Landmasse, aber auch ein Land enormer sozialer Gegensätze, von Korruption, Kinderarmut und Kriminalität. Wir informieren Sie hier darüber, was Sie in Brasilien erwartet.
Reiseinformationen für das Land Brasilien
Sondergenehmigungen für die Einreise nach Brasilien benötigen
nur Bürger der Länder Bhutan, der Komoren, Taiwan und der
Zentralafrikanischen Republik. Ein Reisepass ist unbedingt erforderlich, dieser muß noch
mindestens sechs Monate Gültigkeit besitzen, davon ausgenommen
sind Staatsbürger der Länder Argentinien, Chile, Uruguay und
Paraguay, diese dürfen nur mit einem Personalausweis einreisen,
sofern sie direkt aus ihrem Land kommen.
Ebenfalls notwendig ist das Ausfüllen eines Einreiseformulars
("Cartao de Entrada/Saida"), welches Reisende im Flugzeug erhalten.
ACHTUNG: Beim Verlassen des Landes muß das Formular bzw. die
Durchschrift wieder abgegeben werden!!!
Jugendliche unter 18 Jahren benötigen zusätzlich eine ins Portugiesische übersetzte, schriftliche, vom Notar oder
zuständigen Konsulat und den beiden
Elternteilen/Erziehungsberechtigten unterschriebene
Einverständniserklärung. Diese Erklärung benötigt
den Stempel eines brasilianischen Konsultes.
Das Wetter in Brasilien
Brasilien verfügt über Klimazonen von tropisch bis
gemäßigt.
Tropisches Klima ist überwiegend in den niederen
Küstenregionen zu finden, Meereswinde üben allerdings einen
mäßigenden Einfluß auf die hohen Temperaturen aus. Das
trockene Buschland im Landesinneren, der Regenwald am Amazonas und die
Strände an der Ostküste sorgen für ein regional stark
unterschiedliches Klima. Im Süden sind Temperaturen
gemäßigter. Regenzeit im Norden Januar - April, im Nordosten
April - Juni und in Rio/São Paulo November - März.
Die Wirtschaft in Brasilien
Brasilien besitzt zwar reiche Bodenmschätze - von Eisenerz bis
Gold -, doch diese werden nicht planmäßig abgebaut. Brasilianische Qualitätsarbeit wird vor allem im Bereich
Maschinenbau geschätzt. Obwohl Brasilien zu den führenden
Wirtschaftsnationen gehört, fehlt laufend Geld. Löhne sind
gering, Inflationsraten hoch.
Nach wie vor wird Brasilien landwirtschaftlich genutzt, ganz vorn liegt
Kaffee und sowohl Kakao wie auch Zuckerrohr liefern Geld in das Land. Der Sojaanbau ist ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Sojafelder erstrecken sich über Tausende von Quadratkilometern und nehmen oft den Kleinbauern die Lebensgrundlage für den Anbau von Nahrungsmitteln zum Eigenbedarf weg. Das Sojaschrot geht zumeist in Export in die EU und die USA, um dort als billiges Mastfutter für Schweine- und Rindermast zu dienen. Führend ist Brasilien seit Jahren im Anbau von Biosprit. Schon lange fahren in Brasilien Autos mit Ethanol. Ein weiterer wichtiger - wenn auch ethisch fragwürdiger Wirtschaftszeig - ist die Waffenindustrie. Brasilien gehört neben den USA und Europa zu den Haupthändlern von Todes- und Mordmaschinerien weltweit. Der zweitwichtigste Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus. Meist kommen
Gäste aus dem benachbarten Argentinien, deutsche Touristen machen nur 6% des
brasilianischen Tourismusgeschäftes aus.
Die Geographie von Brasilien
Brasilien ist der größte Staat in Südamerika mit der
größten Bevölkerungsdichte.
Brasilien grenzt an den Atlantik, Uruguay, Argentinien,Paraguay,
Bolivien, Peru, Kolumbien, Venzuela, Guyana, Suriname,
Französisch.- Guayana.
Brasilien bedeckt mit einer Gesamtfläche von ca. 8,1 Millionen
qkm ca. 50% des süamerikanischen Kontinents und ist damit das
fünftgrößte Land der Erde. Mit Ausnahme von Chile und
Ecuador grenzt es an alle weiteren südamerikanische Staaten (siehe
Länderinfo).
Zu 60% besteht Brasielien aus Hochebene und zu 40% aus Flachland.
Mitten im Dschungel, am Dreiländereck Brasilien, Argentinien,
Paraguay befinden sich die Iguacu-Fälle.
Die riesigen Regenwälder Brasiliens sind die größten der Welt und stellen für das Weltklima einen enorm wichtigen CO2-Speicher dar. Die Geschwindigkeit, mit der diese Urwälder vernichtet werden - oft aus kurzfristiger Profitgier werden Flächen gerodet und die Edelhölzer geplündert für den holzgierigen Norden (USA und Europa) - ist ebenfalls enorm. Brasilien muß bald die Notbremse ziehen, will man einen Teil dieses unglaublichen Naturerbes retten. Die Industrieländer müssen Brasilien dabei finanziell unterstützen.
Die Geschichte Brasiliens
Eine portgiesische Expedition unter der Leitung von Pedro Cabral
endeckte im April 1500 Brasielen. Folglich wurde es zu einer
Portugiesischen Kolonie ausgebaut, die Wirtschaft basierte auf der
Sklaverei.
1807 bedrohten die napoleonischen Kriege das Land Portugal und das
gesamte portugiesische Parlament und die Königsfamilie flohen nach
Brasilien wohin auch der portugiesische Regierungssitz verlegt wurden.
Die Regierung kehrte 1821 zurück nach Portugal und "Dom Pedro IV"
-der Sohn des portugiesischen Königs- übernahm die Regierung
Brasiliens.
1822 sollte ihm per Beschluss die Herrschaft wieder entzogen werden um
das Land wieder unter Kolonialverwaltung zu stellen, doch Dom Pedro IV
weigerte sich, dem Folge zu leisten, erklärte daraufhin die
Unabhängigkeit Brasiliens und ließ sich zum ersten Kaiser
krönen.
1889 wurde der amtierende Kaiser enthront und die Republik ausgerufen.
1888 wurde die Sklaverei abgeschafft und es folgte gerade zu Beginn der
Industriealisierung Ende des 19.Jahrhunderts, ein immer wachsender
Mangel an Arbeitskräften. Immer mehr Einwanderer wurden dadurch in
das Land gelockt, überwiegend Portugiesen, Deutsche, Italiener,
Spanier, Polen und Japaner.
Brasilien war an beiden Weltkriegen beteiligt. 1917 erklärte
Brasilien Deutschand und Österreich-Ungarn den Krieg als Folge der
U-Boot-Kriege im Atlantik, da auch brasilianische U-Boote versenkt
wurden. Selbiges geschah im zweiten Weltkrieg. zusätzlich wurde
1944 ein Expeditionskorps von über 23.000 Mann an die italienische
Front geschickt, wo sie bis Kriegsende kämpften.
1945 wurden wieder freie Wahlen eingeführt und demokratisch
gewählte Präsidenten in das Amt berufen.
Die neue Hauptstadt Brasilia wurde gebaut und 1960 eingeweiht. Das
Militär übernahm 1964 erneut die Macht und 21 Jahre lang
wurde eine Militärdiktatur betrieben. 1985 wurde erstmals wieder
ein ziviler Präsident gewählt, welcher jedoch verstab bevor
er sein Amt antreten konnten.
2004 übernahm Brasilien das erste Mal in seiner
Geschichte eine große Verantwortung im Rahmen einer
UN-Friedensmission in Haiti. 1470 Soldaten werden ab Sommer die
Führung des Einsatzes in dem Karibikstaat übernehmen. Diese Informationen sind ohne Gewähr. Für verbindliche Auskünfte
betreffs Einreise, Schutzimpfungen und sonstige Besonderheiten
kontaktieren Sie am besten die Konsulate oder Botschaft des Landes.
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