Kanada Reisen

Kanada ReisenKanada Reisen - das Land bietet allen etwas... Schnee für die Wintersportler und gleichzeitig an anderen Orten ein Sonnenbad am Strand einnehmen. Das Land mit dem größten Süßwasservorkommen bietet eine unverwechselbare Landschaft!

Reiseinformationen für Kanada

Für einen begrenzten Aufenthalt in Kanada, z.B. Urlaub, wird ein gültiger Reisepass benötigt.

Während der Einreise muß der Reisende deutlich machen können, dass es sich nur um einen begrenzten Aufenthalt handelt (z.B. durch Rückflugticket) und genügend finanzielle Mittel mitgeführt werden um für sämtliche Kosten aufkommen zu können.
Der Reisende muß sich in einen guten Gesundheitszustand befinden, sollte dies nicht der Fall sein, so könnten kanadische Beamte der Einwanderungsbehörde eine medizinische Untersuchung anordnen.
Das genaue Datum, welches den spätesten Ausreisezeitpunkt angibt wird mit einem Stempel im Reisepass festgelegt. Für Touristen gilt eine maximale Aufenthaltszeit von sechs Monaten.
Deutsche und niederländische Staatsbürger sind von der Visapflicht entbunden.

Die Geographie von Kanada

Das zweitgrößte Land (nach Russland) der Erde ist Kanada mit einer Gesamtfläche von ca. 10 Millionen qkm.

Im Süden grenzt Kanada an die USA, im Westen an Alaska, welches auch zur USA gehört. Ebenfalls im Westen bildet der Pazifische Ozean eine natürliche Grenze, genau wie im Norden der Arktische Ozean und im Osten der Atlantische Ozean, damit hat Kanada mit ca. 202 000 km die längste Küstenlinie. Im Nordosten des Landes grenzt Grönland an Kanada.
Die größte Insel, welche zu Kanada gehört ist die Baffininsel, welche nördlich der Hudson Bay liegt. Weitläufige Ebenen in Mittelkanada, die Rocky Mountains im Westen und die Pazifikküste sind Beispiele für die Vielfalt der kanadischen Landschaftsbilder, ebenso wie die vielen Seen, welche ausschlaggebend dafür sind, dass Kanada das Land mit dem größten Süßwasservorkommen ist.

Das Wetter in Kanada

Je nach Region und Jahreszeit ändern sich die Temperaturen und Niederschläge, allgemein gibt es große Klimaunterschiede in Kanada.
Der Norden des Landes hat nur für wenige Monate Teperaturen über 0°C, doch die meisten Bewohner des Landes leben im Süden, dort hält der Winter nur ca. fünf Monate an und Frühjahr, Sommer und Herbst weisen ähnliche Merkmale auf wie in Europa: mildes Frühjahr, warmer Sommer, frischer Herbst. Durch die Jahreszeiten wird auch das Landschaftsbild Kanadas geprägt: Skifahrer erfreuen sich an schneebedeckten Bergen, während sonnenhungrige die weiten Strandlandschaften genießen.

Die Geschichte über Kanada

Die Meinungen, wann genau erste Menschen das Gebiet des heutigen Kanadas zuerst betraten gehen weit auseinander. Allgemein sagt man, dass wohl vor 15 000 - 50 000 Jahren, irgendwo dazwischen, erste Menschen über die Beringstraße von Asien nach Kanada kamen. Die Beringstraße war zu der Zeit während der Eiszeit komplett vergletschert und somit begehbar.


Der erste Europäer traf 1497 in Kanada ein, genauer auf den "Cape Breton"-Inseln. Dies war der Italiener John Cabot, welcher unter der englischen Fahne stand. Doch es entstand keine englische Ansiedlung. Als erster Europäer mit Besitznahme ist Jaques Cartier zu nennen, welcher das Gebiet am Sankt-Lorenz-Strom im Osten des Landes 1534/1535 für Frankreich als Kolonie "Neufrankreich" in Besitz nahm und Quebec wurde vom Franzosen Samuel de Champlain im Jahr 1608 gegründet
1674 übernahm die französische Monarchie die direkte Herrschaft über die Kolonie und somit startete die französische Expansion. Mehrere Entdecker erschlossen immer mehr das Hinterland, entdeckten den Mississippi und so schufen sie die Grundlage für ein Kolonialreich. Für die britischen Kolonien in Neuengland wurden immer mehr Möglichkeiten der Expansion durch die Franzosen genommen und dadurch wurde auch der Pezhandel mehr und mehr erschwert. Beide Seiten hatten verbündete Indianervölker, welche sich dann bekriegten -im sogenannten "Stellvertreterkrieg".

Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges versuchten die Engländer mit Hilfe der Irokesen die Kolonie zu erobern (1690, erfolglose Belagerung von Quebec). Dieser Angriff wurde nicht nur von den Franzosen unter Gouverneur Frontenac abgewehrt, sondern die Franzosen vertrieben sogar die Briten bis 1697 aus Neufundland, Neuschottland und aus der Hudson Bay.
Knapp 60 Jahre später siegten die Briten unter General Wolfe in der großen Schlacht auf der Abraham - Ebene im September 1759 und eroberten daraufhin Quebec und 1760 wurden französische Versuche französische Hilfe zu schicken durch die Briten unterbunden. Der "Frieden von Paris" 1763 hatte zur Folge, das Cape Breton und  Kanada von Frankreich an England abgetreten wurde.

1775-1783 folgte der amerikanische Unabhängigkeitskrieg, infolgedessen wurden Teile Kanadas von nordamerikanischen Truppen besetzt, unter anderem auch Montreal, doch die "Schlacht um Quebec" 1775 hatte zur Folge das die Truppen geschlagen wurden und wieder abzogen.
Großbritannien erkannte dem "Frieden von Versailles" von 1783 folgend die USA an und so siedelten sich mehrere tausende Amerikaner in Kanada an und anglisierten das französisch geprägte Kanada mehr und mehr. Doch ihre Anwesenheit erschwerte der USA die Übernahme Kanadas und so bildete sich immer mehr ein Siedlungskern an den Seen und die Kulturen unterschieden sich untereinander sich. So richtete eine Verfassung von 1791 zwei Provinzen ein, Oberkanada, welches englisch geprägt war und Niederkanada, welches französisch geprägt war. Die natürliche Grenze bildete der Ottawa Fluß. 1812 - 1814 versuchte die USA erneut während des britisch-amerikanischen Krieges Kanada zu erobern, scheiterte jedoch.

Das Verhältnis zwischen USA und Großbritannien verschlechterte sich immer weiter, vor allem während des amerikanischen Bürgerkrieges und es war notwendig, drohenden amerikanischen Angriffen auf Kanada  gegenüberzutreten und einen starken Staat zu bilden. Infolgedessen trat 1867 der "British North America Act" in Kraft, welcher bis 1982 Gültigkeit besitzen sollte. Dieser Act schuf das Dominion of Canada als Bundesstaat und Kanada bildete neue Provinzen: Neben Ontario und Quebec, welche bereits bestanden, entwickelten sich Neubraunschweig und Neuschottland. 1869 bildeten sich die Provinzen Manitoba, Alberta und Saskatchewan aus der Hudson Bay Company. 1871 kam British Columbia hinzu.
Kanada erlebte einen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung, vor allem durch den Ausbau der Eisenbahn, durch die auch die Prärieprovinzen erschlossen werden konnten.
Kanadas Politik zielte zwar auf absolute Unabhängigkeit, half jedoch Großbritannien im Burenkrieg und im ersten Weltkrieg, wobei Kanada viele Opfer zu vermelden hatte.
1919 trat Kanada im Versailler Vertrag und im Völkerbund als eigenständiger Staat auf und entsandte 1927 zum ersten Mal einen eigenen Botschafter in die USA.

1931 wurde aus Kanada ein sicherer Staat, welcher -unter der Führung des König bzw. der Königin von Großbritannien- ein Teil des Commonwealth blieb.
Im zweiten Weltkrieg stand Kanada wieder an der Seite Großbritanniens und versorgte die britschen Inseln mit Rohstoffen und Rüstungsgütern. Zum Ende des Krieges engagierte sich Kanada sehr in internationalen Organisationen und ist Gründungsmitglied der UN und der NATO.
1949 schloss sich Neufundland als letzte Nation an und 1982 löste die kanadische Verfassung die letzte Abhängigkeit von Großbritannien.

Die Wirtschaft in Kanada

Der Staat in Nordamerika pflegt gute Wirtschaftsbeziehungen mit dem unabhängigen Nachbarstaat USA. Der Flächenstaat Kanada gewährleistet als politsche Föderation eine  sprachliche, kulturelle und ethnische Vielfalt einzelner Bevölkerungsgruppen., daher ist auch das Mosaik der der Kulturen politisch gewollt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Kanada ein typisches Agrarland; heute ist es einer der am meisten industrialisierten Staaten der Welt. Dennoch hat die Landwirtschaft nach wie vor den höchsten Stellenwert in Kanada. Hauptanbauprodukt ist Weizen, welcher überwiegend in den Provinzen Alberta, Sasketchewan und Manitoba angebaut werden. In Alberta ist auch die Viehzucht sehr ausgeprägt, während in Quebec und Ontario eher Milchviehwirtschaft betrieben wird.
Weiter werden in Kanada Gerste, Kartoffeln, Zuckerrüben, Äpfel und anderes Obst , Mais, Tabak, Raps und Sojabohnen angebaut.
Ein rentabler Wirtschaftsfaktor ist die Pelztierzucht, welche hauptsächlich aus den Produkten Nerz, Fuchs, Präriewolf und Biber bestehen.
Wichtig für Kanadas Wirtschaft ist die Holzproduktion, welche zu den größten weltweit gehört und Kanada verfügt auch über viele Bodenschätze wie z.B. Platin, Gold und Silber. Alberta hat ein großes Erdgas- und Erdölvorkommen. Die Küstengegenden sind bedeutsame Fischfanggebiete, vor allem Hummer, Kabeljau und Thunfisch werden hier gefangen.

 

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