Saudi Arabien Reisen - Urlaub im Land der Scheichs.

Die Reiseinformationen für Saudi-Arabien


Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Saudi-Arabein ein Visum. Die Vorlage einer Einladung nach Saudi-Arabien und ein noch midestens 6 Monate gültiger Reisepass sind für die Beantragung des Visums notwendig.

Für die kleine und die große Pilgerfahrt gibt es spezielle Einreisevisa von den saudischen Behörden.
Nicht anerkannt wird der deutsche Kinderausweis, Kinder benötigen einen eigenen Reisepass.
Weiter besteht auch in Saudi-Arabien (wie auch weltweit) weiter die Gefahr terroristischer Anschläge. Besonders  hoch ist die Gefahr im Nahen und mittleren Osten, in Afghanistan, in Indonesien und auch in Russland. Eine Gefährdung ist in Saudi-Arabien genauso wenig auszuschließen wie in anderen Ländern - z.B. USA oder Mitgliedstaaten der EU.

Die Geographie des Landes Saudi-Arabien

Saudi Arabien ist ein Staat in Vorderasien. Mit einer Gesamtfläche von ca. 2.218.000 qkm liegt Saudi Arabien auf der Arabischen Halbinsel und grenzt an den Irak, Jordanien, Kuwait, Oman, Katar, den Jemen, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, das Rote Meer und den Persischen Golf. 
In Saudi Arabien liegen die beiden heiligsten Stätten des Islam, die Kaaba in Mekka und die Ruhestätte des Propheten Mohammed in Medina. So wird das Land jährlich zum Ziel von Hunderttausenden Pilgern, vor allem während der Hadsch.
Die Arabische Halbinsel besteht überwiegend aus einem ausgedehnten Hochland, welches im Westen, in Form eines Plateaus, einen steilen Abbruch bildet, welcher parallel zum Roten Meer verläuft.
Der Nordwesten des Landes verfügt praktisch über kein Küstengebiet.
Ein breites Wüstenband welches "Rub al-Chali" (das leere Viertel) genannt wird, zieht sich über den gesamten Süden des Landes.

Das Wetter in Saudi-Arabien

Das Klima in Saudi Arabien ist vornehmlich heiß und trocken und das kontinentale Klima im Landesinneren ist durch starke Temperaturunterschiede -besonders zwischen Tag und Nacht- gekennzeichnet.
Im Sommer gibt es Maximalwerte bis über 40°C, wohingegen der Winter auch Temperaturen unter 0°C aufweisen kann.

Eine kurze Einführung in die Geschichte von Saudi-Arabien

Der Name Saudi Arabien leitet sich von der herrschenden Dynastie der Saud ab. Diese Dynastie herrschte seit dem 18. Jahrhundert in Verbindung mit der islamischen Erneuerungsbewegung der Wahhabiten im Nadschd.
Erst mit dem Auftreten des Propheten Muhammad im 7. Jahrhundert erlangte Zentralarabien weltgeschichtliche Bedeutung.


Vor seiner Erscheinung wurde Arabien von Beduinenstämmen bevölkert. Diese betrieben Land- und Karawanenwirtschaft und erlangten durch den Handel mit Weihrauch Bedeutung. In der vorislamistischen Zeit waren die Nabatäer, die Ghassaniden, die Lachmiden und die Kinda die einflussreichsten Stämme.
Durch den Propheten Muhammad wurde der Isalm gegründet und er erreichte auch zwischen 622 und 632 die Vereinigung der Stämme Arabiens. Seine Nachfolger -die Kalifen- setzten nach dem Tode Muhammads die Verbreitung des Islam fort.
Das Kalifat reichte bereits im 8. Jahrhundert von Andalusien bis nach Indien und Mittelasien, sowie von Kaukasus bis in die Sahara. Kurz nach der Entstehung des Kalifats verlor Arabien seine politische Bedeutung, als die Abbasiden und die Umayyaden die Hauptstadt nach Bagdad verlegten.
Auf Grund der heiligen Stätten Mekka und Medine behielt zumindest das Hedschas seine Bedeutung für die islamische Welt und auch die Randgebiete im Osten (al-Hasa) konnten sich durch den Handel wirtschaftlcihe weiterentwickeln.
Allerdings wurden auch diese Gebiete im 16. Jahrhundert von den Osmanen unterworfen und mit der potugiesischen Entdeckung des Seeweges von Europa nach Indien verlor Arabien die Funktionals Durchgangsland für den Handel zwischen Indien und dem Mittelmeerraum.
Im 18. Jahrhundert wurde die Dynastie der Saud durch Muhammad ibn Saud gegründet. Dieser verbündete sich dabei mit Muhammad ibn Abd al Wahab, welcher die strenge islamische Erneuerungsbewegung gründete. Die Anhänger dieser neuen Lehre wurden Wahabiten genannt und kamen unter die politische Führung der Saud`schen Dynastie. Sie begannen die Beduinenstämme zu vereinigen und arabische Randgebiete wurden angegriffen. Dies führte 1803 zu einer Besetzung Mekkas und Medinas und das wiederum führte zu einer osmansichen Gegenreaktion. Ägyptische Truppen eroberten den Hedschas zurück und zerschlugen das Wahabitenreich. Das Reich von Turki as-Saud wurde zwar im Nadschd neu errichtet, brach allerdings nach den dynastischen Machtkämpfen unter den Angriffen der Schammar (1884/1891) zusammen.
1901 wurde die Stadt Riad durch Abd al-Aziz ibn Saud zurückerobert und das Saudi-Reich neu begründet. Er proklamierte im September 1932 nach der Unterwerfung des Hedschas im Jahre 1924 das Königreich Saudi-Arabien. Während des 2. Weltkrieges verhielt sich Saudi-Arabien neutral, bis sie den USA gestatteten auf ihrem Territorium einen Luftwaffenstützpunkt zu errichten und somit Deutschland den Krieg erklärten.
1945 wurde das Land zum wichtigsten Erdöllieferanten für die Weltwirtschaft und die USA erhielt dazu vom saudischen König ein Monopol. So erfuhr das Land rasch ein wirtschaftlichen Aufschwung und der Großteil der bis dato als Nomaden lebenden Bevölkerung wurde sesshaft.
1948 versuchte die 1945 gegründete Arabische Liga die Staatsgründung Israels mit dem Palästinakrieg zu verhindern. Hier engagierte sich auch Saudi-Arabien.
1960 war das Königreich Saudi-Arabien ein Gründerstaat der OPEC und Saudi-Arabien unterstützt immer weider Parteien in Bürgerkriegsstaaten wie dem Jemen und gerät dabei in Konflikt mit anderen arabischen Staaten.
1963 wurde die Sklaverei abgeschafft, allerdings wurden die Sklaven durch Gastarbeiter aus arabsichen Nachbarstaaten sowie Afrika und Südostasien ersetzt.
Diese Gastarbeiter sind nach wie vor eine ganz wichtige Stütze für die Wirtschaft des Königreiches.
In den 60-er und 70-er Jahren kam es immer wieder zu Grenzkonflikten mit dem Jemen, welche allerdings 1976 mit einem Friedensvertrag beigelegt werden konnten. Die endgültige Festlegung der Grenze erfolgte erst im Jahr 2000.
Während des ersten Golfkrieges von 1980 - 1988 unterstützte Saudi-Arabien den Irak gegen den Iran. Wegen der islamischen Revolution im Iran und der sowjetischen Besetzung von Afghanistan wurde die Anlehnung an die USA 1982 durch Fahd ibn Abd al-Aziz verstärkt. Verbunden damit war der Aufbau einer Industrie, welche vom Erdöl unabhängig ist und große Investitionen in die Infrastruktur.
Während des Zweiten Golfkrieges wurde Kuwait durch den Irak besetzt und Saudi-Arabien musste mit den USA und anderen westlcihen Staaten ein Bündnis eingehen um sich selbst zu schützen und die Iraker wieder aus Kuwait zu vertreiben. Dafür trug Saudi-Arabien fast die Hälfte der Kriegskosten. Doch die Stationierung amerikanischer Truppen im Land führte zu heftiger Kritik seitens der islamischen Fundamentalisten, welche sich vermehrt gegen das Könighaus richtete.
Mit den Anschlägen auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 fiel erneut ein schlechtes Licht auf das Königshaus, da die meisten der Terroristen aus Saudi-Arabien stammten und das Land unter Verdacht geriet, terroristische Vereinigungen zu finanzieren.

Die Wirtschaftslage in Saudi-Arabien

Saudi-Arabein ist weltweit der größte Erdölproduzent und kontrolliert ca. ein Viertel aller bekannten Reserven und ist ein führendes Mitglied der Opec. 1938 wurde die Erdölförderung aufgenommen und 1944 der Export des Öls.
2000 stammte mehr als 12% des weltweit geförderten Erdöls aus Saudi-Arabien.


Das Königreich besitzt mehr als 25% aller Erdölreserven der Welt und daher ist die Wirtschaft auf alles was mit Öl zu tun hat spezialisiert.
Das zweitwichtigste Wirtschaftsgut ist Erdgas, dann kommt der Diensleistungssektor, insbesondere Tourismus, da jährlich Millionen von Pilgern das Land besuchen.
Die wichtigsten Bodenschätze sind Erdöl, Erdgas, Marmor, Salz, Gips, Kalkstein, Ton und Eisenerz.
Die landwirtschaftliche Entwicklung des LAndes ist durch Wassermangel und wenig fruchtbare Böden sehr begrenzt. Künstliche Farmen wurden in der arabischen Wüste errichtet, in denen unter Klimaanlagen und großem finanziellen Aufwand Rinder gezüchtet werden, um Fleisch-Reserven für das Land zu erwirtschaften.


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