island tektonische platten 564

Island - mit dem Spitznamen "Land des Feuers und des Eises" ist diese nordische Insel voller Widersprüche. Mit einer unglaublichen Vielfalt an Biodiversität und Geographie ist Island in der Tat eine Landschaft, in der man schneebedeckte Gletscher und Gebirgszüge in der Nähe von Thermalbädern, heißen Quellen und aktiven Vulkanen finden kann.

 
 

Die nördliche Hauptstadt entdecken

Reykjavik ist Islands Hauptstadt und die nördlichste Stadt der Welt. Reykjavik sieht im Winter wenig Sonne, aber die Sommer sind endlos, da die Sonne 22 Stunden lang den Horizont umkreist. Die Einheimischen von Reykjavik sind beeindruckend herzliche und kreative Menschen - egal ob sie Mitte Dezember auf einem Ferienmarkt oder im Juli an einem geothermischen Strand faulenzen. Die Stadt ist auch ein blühendes künstlerisches Zentrum - ideal um Museen, Geschäfte und Restaurants zu besuchen, wenn Sie Island per Schiff bereisen.

Video: Sehenswürdigkeiten in Reykjavik

Vulkane und Geothermie

Die ältesten Teile der Insel sind 17 bis 20 Millionen Jahre alt. Das Gebiet liegt im Nordwesten und wird auf Isländisch als Westfjord (Vestfirðir) bezeichnet. Die Insel wächst immer noch durch den Vulkanismus.

Der jüngste Teil ist die Insel Surtsey, die während eines Vulkanausbruchs, der 1963 begann (und erst 3,5 Jahre später endete), am Vestmannaeyjar entstand. Die Insel besteht hauptsächlich aus vulkanischem Material und Gestein, da sie auf dem mittelatlantischen Rücken liegt, dem Trennbereich einer Reihe von tektonischen Platten, die langsam auseinander driften und dem darunter liegenden Magma die Chance geben, aufzutauchen und die entstandenen Risse zu füllen.

 

Ein Teil des Mittelatlantiks verläuft von Norden nach Süden durch das Zentrum des Landes und erhebt sich so weit, dass ganz Island sozusagen über die Meeresoberfläche ragt. Infolge der Plattentektonik verteilen sich einige Teile Islands kontinuierlich mit einer durchschnittlichen Rate von etwa 1-2 cm pro Jahr.

Þingvellir, etwa 50 Kilometer östlich von Reykjavík, ist der einzige Ort auf der Welt, an dem die Trennung zwischen der amerikanischen und der europäischen Kontinentalplatte zu sehen ist. Ein Nebenumstand ist, dass sich Island ebenfalls an einem Hotspot (siehe Planet Wissen Wissen) befindet. Dies sind Stellen in der Erdkruste, an denen das darunter liegende Magma sehr nahe an der Erdoberfläche sein kann. Beide Phänomene sind für die relativ hohe vulkanische Aktivität in Island verantwortlich.

Heißes Wasser als Naturphänomen

Ein Naturphänomen, für das Island bekannt ist, sind Geysire. Bis 1950 wurden etwa 30 Geysire in ganz Island gefunden - unter anderem in Hveragerði und Umgebung, im Haukadalur, in Flúðir und in Hveravellir im Norden Islands. In Island waren schon immer Dutzende von Geysire aktiv; die Zahl variierte von Zeit zu Zeit aufgrund von (kleinen) Erdrutschen. Neue Geysire wurden geschaffen, kochende Wasserquellen wurden mit Geysire-Aktivität versorgt, die Aktivität anderer Geysire ging zurück oder wurde sogar gestoppt.

 

Die Zahl der Geysire hat sich durch aktive Bohrungen nach heißen Quellen in der Nähe der Geysire verringert. Andere Phänomene des Vulkanismus in Island sind subglaziale Seen (z.B. Grímsvötn), Mineralquellen und heiße Quellen. Die Quelle in Deildartunguhver liefert 180 Liter kochendes Wasser pro Sekunde und ist damit die größte Warmwasserquelle Europas. Alle Felsen in Island sind ebenfalls vulkanischen Ursprungs. Beispiele sind Basalt und Basaltlava, Tefra und Tuff, vulkanisches Glas, Palagonit und Ryolith.

 

Bonus: 7 Insider-Tipps für Island im Video

 


Meinung? Ergänzung? Korrektur? Frage? - Dann sind wir für einen Kommentar dankbar!

You have no rights to post comments