Tschechien Reisen - Wandern durch die Geschichte Europas.

Reiseinformation Tschechien

Für eine Einreise nach Tschechien genügt ein Reisepass, wenn Sie aus der Schweiz oder der EU ins Land möchten. Deutsche Staatsbürger können mit einem gültigen Personalausweis einreisen, Kinder ab vier Jahren brauchen einen Kinderausweis mit Lichtbild. Der Personalausweis oder der Reisepass muss für mindestens 90 Tage über die geplante Aufenthaltsdauer hinaus Gültigkeit haben. Touristen, welche kein Visum benötigen, und sich länger als 30 Tage in Tschechien aufhalten werden, sollten sich telefonisch bei der Konsularabteilung der Tschechischen Botschaft in Berlin melden, alternativ können Sie auch bei der Außenstelle in Bonn oder bei einem der Generalkonsulate in Dresden oder München anrufen. Bei längeren Aufenthalten muss noch vor der Einreise bei der tschechischen Auslandsvertretung ein Visum beantragt werden, sollte ein Aufenthalt geplant sein, welcher mehr als 90 Tage dauert, muss ein hierfür entsprechendes Visum beantragt werden. Bei Benutzung eines im Ausland zugelassenen Fahrzeugs in Tschechischen ist die Mitführung einer grünen Versicherungskarte notwendig. Wenn ein Verstoß gegen die Vignettenpflicht vorliegt, ist mit einem Bußgeld in Höhe von 500 € zu rechnen. Die Vignetten für Schnellstraßen und Autobahnen gibt es an Tankstellen und an der Grenze, für einen PKW zahlen Sie 7,00 Euro im Monat bzw. 27,00 Euro im Jahr. Sie sollten vor Einreise sicherstellen, dass sie eine gültige Krankenversicherung haben, weil dieses eventuell nachzuweisen ist und gegebenenfalls Geldstrafen drohen. Allerdings gibt es nur Einzelkontrollen. Nachweisen müssen Sie eventuell auch, dass Ihnen ausreichende Finanzmittel für den geplanten Aufenthalt zur Verfügung stehen, dies können Sie durch Flug- oder Bahntickets sowie durch Reisechecks, Kreditkarten oder Bargeld tun.

Geographie Tschechien

Die staatliche Bezeichnung lautet Tschechische Republik, die Hauptstadt ist Prag mit 1,3 Millionen Einwohnern. Tschechien liegt in Mitteleuropa. Im Westen und Nordwesten grenzt das Land an Deutschland, im Norden an Polen, im Osten an die Slowakei und im Süden an Österreich. Tschechien ist von Gebirgen und Wald umgeben, welche gleichzeitig die natürlichen Grenzen bilden. Durch diese Randgebirge gibt es einige Beckenlandschaften, welche wiederum durch Gebirge unterteilt werden und recht fruchtbar sind. In Böhmen und in Saazer wird aus diesem Grund Hopfen zur Bierproduktion angebaut. An der Grenze im Südwesten ist der Böhmerwald zu finden, wo auch die Moldau entspringt. Im Nordwesten liegt das Erzgebirge, südöstlich davon, auf beiden Seiten der Elbe, befindet sich das Böhmische Mittelgebirge. Im Norden des Lande bildet das Riesengebirge mit der Schneekoppe die Grenze zu Polen, hier befinden sich auch die Sudeten, die an dieser Stelle eine Höhe von 1.602 Metern erreichen. Fast die Hälfte des Jahres liegt hier oben Schnee. In der Region Mähren, wo Wein angebaut wird, verlaufen die Flüsse Morava und Svratka, die Landschaft ist an dieser Stelle fast unberührt.

Wetter Tschechien

Das Klima weist ozeanische und kontinentale Einflüsse auf, das Land grenzt allerdings an kein Meer. Das Klima in Tschechien ist dem in Deutschland sehr ähnlich. Regenschutz sollten Sie das ganze Jahr über im Reisegepäck mitführen, besonders stark regnet es im Herbst. In den Monaten Juli bis August ist es am wärmsten, das Thermometer steigt auf Temperaturen, welche 30 Grad und mehr erreichen können. Am kältesten ist es zwischen Januar und Februar, die Temperaturen können unter minus 10 Grad fallen. Im Winter kommt es außerdem zu Schneefall, welchen es aber auch im Herbst geben kann.

Geschichte Tschechien

Die Republik Tschechien besteht aus den Landesteilen Böhmen, Mähren und Tschechisch Schlesien, seit dem 11. und dem 14. Jahrhundert bilden sie eine historische Einheit, sie sind die Länder der sogenannten böhmischen Krone. Während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) kommt es durch militärische Gewalt zur Angliederung der tschechischen Gebiete an das Deutsche Reich unter dem Namen "Protektorat Böhmen und Mähren". Tschechien verliert in diesen Jahren seine staatliche Existenz.

Im Jahre 1945 gelingt es die alte Tschechoslowakai wiederherzustellen. Im Jahre 1968 kommt es in Tschechien zu einem Machtwechsel, der Staatspräsident Antonín Novotný wird von seinem Nachfolger Alexander Dubcek abgelöst. Dieser scheitert jedoch mit seinen Reformen und seiner Politik der Liberalisierung an den Truppen, die aufgrund des Warschauer Paktes in das Land einmarschierten. Im Jahre 1975 wird Gustav Husák zum neuen Staatspräsidenten ernannt. Das Jahr 1989 wird von der sogenannten "sanften Revolution" geprägt, in diesem Jahr kamen aufgrund von Massendemonstrationen Verhandlungen zwischen der Regierung und der Opposition zustande. Außerdem wird Alexander Dubcek 1989 zum Parlamentspräsidenten gewählt. Im Jahr 1990 wird der Staat in die Tschechische und Slowakische Förderative Republik (CSFR) umbennant. Das Jahr 1993 brachte dann die endgültige Auflösung der Föderativen Republik mit sich und es kam zur Enstehung der unabhängigen Tschechischen Republik.      

Wirtschaft Tschechien

Mehr als 80 Prozent des früheren tschechischen Staatseigentums sind in den vergangenen Jahren in den Privatbesitz übergegangen. Der Tourismus hat in den letzten Jahren verstärkt zugenommen, beliebte Reiseorte sind vor allem Prag und einige Heilbadorte. Lange Zeit hatte der Bergbau einen großen Stellenwert in der Wirtschaft Tschechiens. Nach wie vor gut entwickelt ist dagegen die Industrie, welche sich aus Schwerindustrie, chemischer Industrie und Maschinenbau, welche ungefähr 50 Prozent des Exports ausmacht, zusammensetzt. Einen hohen Stellenwert hat auch die Landwirtschaft, welche hauptsächlich durch Viehwirtschaft und Ackerbau geprägt wird, es gibt allerdings auch eine entwickelte Milchwirtschaft sowie den Anbau von Tierfutter und Getreide und Kartoffeln. Die Energie wird aus Erdöl und Erdgas gewonnen, allerdings bietet Braunkohle die Basis der Energiegewinnung.


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