Sardinien Reisen - die Urlaubsinsel westlich von Italien.

Die Reiseinformationen für Sardinien

Deutsche Staatsangehörige benötigen kein Visum zur Einreise nach Sardinien, ein Personalausweis oder Reisepass ist ausreichend.

Ein Reisepass wird auch akzeptiert, wenn er maximal seit einem Jahr abgelaufen ist.
Kinder bis zum 16. Lebensjahr dürfen mit Kinderausweis einreisen oder benötigen einen Eintrag in den elterlichen Pass.

Die Geographie der Insel Sardinien

Sardinien ist nach Sizilien mit einer Gesamtfläche von ca.24.100 qkm die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Zwischen Italien, Frankreich und Tunesien liegend befindet sich die Insel südlich von Korsika.

Der nordöstliche Teil der Insel besteht überwiegend aus kristallinen Gesteinen, Dioriten und Graniten, welche im Erdaltertum entstanden und heute das Fundament für die Insel und auch für Korsika bilden.

Während des Erdmittelalters wurde das heutige Sardinien teilweise von einem Flachmeer überflutet.

Vor ca. 60 Mio Jahren trennte sich der korsisch-sardinishce Block vom Festland und rotierte dabei um 60 Grad bis zu der Postion in der sich die Insel heute befindet.
Die Insel gilt als Naturreservat, in dem Tausende seltener Tiere und Pflanzen unter Schutz gestellt sind.

Das Wetter auf Sardinien

Sardinien führt ein mediterranes Klima mit warmem Frühling und Herbst, heißen Sommern und

mildem Winter. Der Inselcharakter mildert die Srenge des Klimas sehr, so gibt es auch im heißen Sommer immer wieder erfrischende Winde.

Die Geschichte der Insel Sardinien

1979 fanden Forscher auf Sardinien 150.000 Jahre alte menschliche Überreste und damit war klar, das die Geschichte der Insel einen Ursprung hat, der viele viele Jahre zurück liegt. Das prähistorische Sardinien wurde von Menschen besiedelt, die mit Obsidian handelten. Obsidian ist ein Stein,welcher für die Produktion der einfachen Werkzeuge benutzt wurde. 
Diese Handlungen brachte das Volk der Sarden mit anderen Mittelmeervölkern in Kontakt. Bis zu der Zeit des Römischen Reiches nahm immer mehr die Kultur der Nuraghen Gestalt an. Noch heute können Sardienurlauber mehr als 3000 Nuragen besichtigen. Nuragen sind turmähnliche, runde Bauwerke aus meist unbehauenen Steinen.

Die sardische Sprache ist eine romanische Sprache und gilt als die nationale Hauptsprache, obwohl diese Sprache durch die italienische Sprache weitgehend verdrängt wurde. Zum Beispiel kennen sardische Jugendliche kaum noch die sardische Sprache.
1239 ernannte der Stauferkaiser und König von Sizilien Friedrich II. seinen illegitimen Sohn Enzio zum König von Sardinien, so bekam Sardinien den formalen Status als Königreich, welcher bis zum Aufgehen des Königreiches Italien 1861 erhalten blieb.
Um 1300 - 1400 gehörte Sardinien dann zunächst zum Königreich Aragon und ab dem 16. Jahrhundert zu Spanien. Als die spanischen Habsburger ausstarben, fiel Sardinien nach dem Spanischen Erbfolgekrieg von 1714 an das österreichische Haus der Habsburger. Bereits 1720 erfolgte dann der Tausch Sardiniens gegen Sizilien mit dem Herrscherhaus Savoyen-Piemont vollzogen. Savoyen-Piemont erlangte mit dem Erwerb von Sizilien 1714 einen Königtitel und gründete diesen nun auf dem Besitz Sardiniens. So entstand das neue Königreich Piemont-Sardinien mit der Hauptstadt Turin und den Provinzen Piemont und Savoyen. Der Schwerpunkt des Königreiches lag zwar auf dem norditalienischen Festland, nur während der Okkupation des norditalienischen Reichsteils zwischen1799 und 1814 regierten die sardinischen Könige unter dem britischen Schutz direkt von ihrer Insel Sardinien aus, welche sonst doch eher vernachlässigt wurde.
Infolge der italienischen Einigung wurde der sardinische König Viktor Emmanuel II. 1861 König von Italien.

Die Wirtschaftslage in Sardinien

Da Sardinien zu Italien gehört, ist auch diese Insel Teil der EU und führt somit den EURO als Währung. Doch inoffiziell beziehen sich die Sarden nach wie vor auf "su Franco", welches die ehemalige Italienische Lire ist.
Die Wirtschaft der Insel hat ihren Schwerpunkt im Bereich Tourismus, Industrie, Handel Dienstleistung und Informationstechnik.
Erwähnenwert wären hier auch die sardischen Produkte Wein und Schafskäse und die Gastronomie.
Speziell im Norden spielt die Korkproduktion eine sehr wichtige Rolle. Sardinien ist bekannt für ihren "Mirto", ein Likör auf Myrte basierend, das auf der gesamten Insel überall wächst.
Neben dem Startplatz für militärischen Raketen gibt es einen Startplatz für Raketen zur Erforschung der Hochatmosphäre.


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