Laos Reisen -

Reiseinformationen für das Land Laos 

Für eine Einreise nach Laos benötigen deutsche Staatsangehörige ein Visum. Zuständig für die Erteilung von Visa ist die Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Laos in Berlin.
Visa werden für maximal 14 Tage ausgestellt, allerdings ist eine Verlängerung vor Ort gegen eine Gebühr möglich.
Kinderausweise werden nicht anerkannt,
Kinder sollten nach Möglichkeit mit einem eigenen Reisepass einreisen. Der Eintrag mit Lichtbild in den elterlichen Pass wird zwar meist bis zum 12. Lebensjahr anerkannt, kann aber zu Schwierigkeiten führen.
Alle Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens 6 Monate Gültigkeit besitzen.
Reisende sollten darauf achten, das der Pass bei der Einreise einen Einreisestempel erhält, ohne den Stempel kann es spätestens bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten kommen. Wobei der Grund für das Fehlen des Stempels absolut unerheblich für Laostische Behörden ist.
ACHTUNG: Am späten Abend kann es in Laos verstärkt zu Personenkontrollen kommen, Reisende die sich nicht ausweisen können müssen damit rechnen, die Nacht in Polizeigewahrsam zu verbringen.

Die Geographie des Landes Laos

Die Demokratische Volksrepublik Laos ist ein Staat in Südostasien und grenzt an Myanmar, Thailand, China, Vietnam und Kambodscha. Das einzige Binnenland Südostasien besteht überwiegend aus Gebirgen, welche sich von Norden nach Süden durch das Gesamte Land ziehen und Höhen von bis zu 3000. erreichen. Ebenen lassen sich nur im Südwesten des Landes finden, im Grenzgebiet zu Thailand.

Das Wetter in Laos

Laos führt ein tropisches Klima mit hohen Temperaturen und wird stark von Monsunen beeinflusst. Sommer- bzw. Südwestmonsun mit heftigen Niederschlägen von Mai bis Oktober, Nordostmonsun mit trockenem und kühleren Klima von November bis Februar.

Die Geschichte des Landes Laos

Menschliche Aktivität gab es in Laos bereits vor 40.000 Jahren, dies belegen archäologische Funde in Luang Prabang und Huaphanh.
Um 4000 v.Chr. gab es bereits Siedlungen mit sesshaften Bewohnern, welche Landwirtschaft betrieben. Funde von 1500 v.Chr. belegen eine bereits entwickelte, komplexe Gesellschaft. In der Zeit ab 700 v.Chr. wurde in dem Land Eisenwerkzeuge benutzt, was auf einen engen Kontakt mit den benachbarten chinesischen und indischen Zivilisationen schließen lässt.
Im 14. Jahrhundert hat das heutige Laos im Prinzip seine Wurzeln. Zu dieser Zeit gründete Fa Ngum das Königreich Lan Xang, das Reich der Millionen Elefanten.
Dieses Königreich umfasste das heutige Laos, das heutige Nordthailand und Teile Myanmars.
Besondere Kulturgüter wie Literatur und Dichtung wurden im 17. Jahrhundert unter König Sulignavongsa geschaffen. Allgemein erreichten Handel und Bildung zu dieser Zeit ein hohes Niveau.
Bis in das 18. Jahrhundert konnte das Königreich Lan Xang existieren, dann zerfiel es in drei Dynastien, welche in Rivalität zueinander standen: Luang Prabang, Champasak, Vientiane. Diese drei Dynastien wurde ständig von den mächtigen Nachbarn Burma, Siam und Vietnam angegriffen. Siam gewann schließlich das Land und die Bewohner Laos` wurden gezwungen, sich in siamesischen Gebiet anzusiedeln.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts konnte die Kolonialmacht Frankreich einen immer stärker werdenen Einfluss auf Indochina ausüben. 1893 konnten die Franzosen die linke Seite des Mekong einnehmen und konnten so Siam zur Anerkennung des Mekong als Grenze zwingen. Als "Protektorat Laos" wurde das heutige Laos in die französische Kolonie Indochina eingegliedert, doch die Pläne für die weitere wirtschaftliche Entwicklung blieben erfolglos.
Widerstandsbewegungen gegen die französische Kolonialherrschaft bildeten sich im frühen 20. Jahrhundert. Ho Chi Minh gründete 1930 die Kommunistische Partei Indochinas, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Kolonialherren aus dem Land zu vertreiben.
Laos wurde im Laufe des Zeiten Weltkrieges vorübergehend von Japan besetzt, doch Japan musste bedingungslos kapitulieren und sich wieder aus dem Land zurückziehen.. In Folge dessen erklärte Laos im Oktober 1945 die Unabhängigkeit. Doch erneut erreichten die Franzosen die Vorherrschaft in dem Land und es dauerte bis der erste Indochinakrieg 1954 die Unabhängigkeit auch "de facto" durch die Niederlage der Franzosen erreicht wurde.
Laos verhielt sich im Vietnamkrieg neutral und die Vereinigten Staaten erklärten laos nicht offiziel den Krieg. Trotzdem wurde das Land massiv bombardiert und es wurden sogar auf Laos mehr Bomben abgeworfen als während des Zweiten Weltkrieges auf Japan und Deutschland zusammen. Grund dafür war, dass der Ho-Chi-Minh-Pfad zu einem bedeutenden Teil über laotischen Territorium führte. Laos gehört somit zu den am schwersten und härtesten bombardierten Ländern.
Eine unblutige Revolution 1975 führte zur Machtübernahme durch die kommunistisch und neutralistisch geprägte Pathet Lao und die Demokratische Volksrepublik Laos wurde daraufhin im Dezember 1975 proklamiert.
Die regierende Partei wurde die Laotische Revolutionäre Volkspartei, doch das Land bleib weiterhin durch politische und wirtschaftlcihe Repressionen unsicher und instabil. Mehrere Bewohner des Landes verließen Laos in Richtung Australien, USA, Frankreich und Australien.
Ab 1986 sollte eine neue Reformpolitik die Schwierigkeiten der Wirtschaft mit einem Übergang von Plan- zu Marktwirtschaft mindern. So wurden die Beziehungen zum Ausland und Liberalisierungen der Wirtschaft verstärkt.

Die Wirtschaftslage in Laos

Der Agrarstaat Laos hat mehr als 80% der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Insbesondere sind die Regionen um den Mekong und seiner Nebenflüsse optimal für die Landwirtschaft. 
Die anderen Regionen sind weniger fruchtbar.
Die gesamte Landwirtschaft des Landes befindet sich in Privathänden, das Hauptprodukt ist Reis, dieser macht ca. 40% des gesamten produzierten Volumens aus. allerdings werden nur etwa 10% der produzierten Menge auf den Märkten verkauft, der Rest wird von den Arbeitern selbst konsumiert.
Zusätzlich zum Reis werden noch weitere Produkte angebaut: Yams, Kartoffeln, Mais, Sojabohnen, Baumwolle, Mungobohnen, Kaffee, Tee und Zucker.
Etwa die Hälfte des Landes besteht aus Wald, darunter befinden sich tropische Edelhölzer, welche in der Produktion von Möbeln verwendet werden.
Die wichtigsten Exportgüter sind Strom aus den Wasserkraftwerken, Holz, Holzprodukte und Kaffee. Zu den wichtigsten Importgütern zählen Maschinen, Nahrungsmittel und Industriegüter. Der Export gestaltet sich durch die ziemlich weiten Transportwege und den Mangel an Arbeitskräften schwierig.
Der Tourismus als Wirtschaftszweig hat noch nicht so die Bedeutung, wächst aber langsam und steitg. Allerdings ist Laos im Gegensatz zu Tunesien eher im Bereich Öko- und Kulturtourismus tätig.


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